Die Geschichte von der Auferstehung Jesu ist eine Erfindung (oder auch eine Lüge) des Paulus.

Projekt eines Interviews: Paulus war so etwas wie ein "verdeckter Ermittler" der Feinde Jesu. Als solcher hat er die Geschichte von der Auferstehung Jesu erfunden. Damit hat er aus dem Anliegen Jesu von einer grandiosen Ethik der Beziehungen von Mann und Frau einen Glauben im Stil üblicher Religionen gemacht.

Das Damaskuserlebnis war eine Finte des Paulus. Warum und auf welch raffinierte Weise die Erinnerung an das Engagement des wirklichen Jesus ausgelöscht werden sollte, nachdem die "brutale Methode mit der Kreuzigung" nicht funktioniert hatte.

Dass die Auferstehung Jesu eine Erfindung des "Hinzukömmlings" (um ihn einmal so zu nennen) Paulus ist, ist unter Theologen längst kein Geheimnis mehr, auch nicht, dass er der eigentliche Religionsstifter des Christentums ist und dass dieses von ihm geschaffene Christentum nichts oder fast nichts mit dem wirklichen Jesus zu tun hat. Die Frage allerdings blieb bisher eigentlich immer offen, WARUM Paulus so eine Auferstehung und so einen neuen Glauben erfunden hat. Ich denke, dass ich hier auf sehr plausible und gut begründete Zusammenhänge gestoßen bin, die auch den fürchterlich grausamen Foltertod Jesu erklären.

Und zu mir: Ich bin Dipl.-Theol. und war 30 Jahre Berufsschulreligionslehrer. Seit 15 Jahren bin ich in Rente und kümmere mich allerdings weiter um eine Lösung des Problems, wie die Weltanschauung sein sollte, die Jesus wollte. Zumindest ist so viel klar, dass es ihm nicht um eine Religion ging, sondern um eine Lebenseinstellung. Und ich denke, wenn wir nicht wieder zu einer sinnvollen ethischen Lebenseinstellung kommen, wie sie der wirkliche Jesus wollte, dann laufen wir Gefahr, dass Europa irgendwann doch noch islamisch wird.

Ich denke, ich habe auch sehr gute Quellen. Zu meinem Ergebnis bin ich besonders durch den „Mythenschmied“ des englisch-jüdischen Talmudgelehrten Hyam Maccoby über Paulus und durch die Forschungen des dänischen Indologen Christian Lindtner zu Parallelen des Neuen Testaments mit buddhistischen Texten gekommen, die so deutlich sind, dass das Neue Testament offensichtlich ein Plagiat dieser Texte ist (s. www.jesusisbuddha.com). Und da war auch noch „ein Mann aus dem Volke“, nämlich ein Bauer aus meiner Nachbarschaft in einem Dorf der Nähe von Köln, der mir den entscheidenden Tipp gab: Es geht um die Erzählung aus dem Neuen Testaments (Joh. 8), wie Jesus die Sünderin vor der Steinigung rettet, an der alle Theologen achtlos vorbei gehen. Er konnte diese Erzählung (dank seiner Informationen durch einen seiner Mieter aus dem Halbweltmilieu) eindeutig als Bestrafungsgeschichte einer unbotmäßigen Prostituierten identifizieren und ich denke, er liegt hier richtig – und so muss das Anliegen Jesu völlig anders verstanden werden als bisher üblich. Mehr dazu im „Der Kriminalfall Jesus“.

Anmerkung zu Maccoby: Er hat festgestellt, dass es in Tarsus, der Heimat des Paulus, blutige Attiskulte gab. Diese Kulte hat Paulus auf Jesus übertragen, jetzt aber unblutig. .

Und hier der Entwurf des Interviews:

Interviewer: Sie sagen, dass der Glaube an die Auferstehung Jesu mit dem Damaskuserlebnis des Paulus anfing. Von diesem Erlebnis haben wir alle wohl schon gehört. Paulus war also zunächst ein Gegner der Jesusanhänger („Christen“ wurden sie erst genannt, als Paulus sie von seiner Jesussicht überzeugt hatte) und hatte sie verfolgt – angeblich im Auftrag der Jerusalemer Hohenpriester. Auf dem Weg nach Damaskus zu den dortigen Jesusanhängern, um sie zu verhaften und nach Jerusalem zu bringen, ist ihm der auferstandene Jesus erschienen – und so hatte sich Paulus dann zu diesem auferstandenen Jesus bekehrt. Und Sie sagen nun, dass die feindliche Einstellung des Paulus gegen die Jesusanhänger immer dieselbe war und dass sich nur die Taktik des Paulus geändert hat. So war dieses Damaskuserlebnis weder wirklich passiert noch eine Halluzination, sondern es war nur eine Finte, also eine Erfindung des Paulus, um sich bei den Jesusanhängern einzuschleimen, und dass hier in Wirklichkeit gar nichts passiert ist. Ist Paulus also ein Lüger und Betrüger? Warum sollte dieser Paulus so etwas erfinden?

Preuschoff: Um die Erinnerung an das wirkliche Engagement Jesu auszulöschen.

Wenn Sie also manchen Leuten vor 2000 Jahren und insbesondere dem Paulus Lüge und Betrug unterstellen, ist das nicht etwas dick aufgetragen?

Ich denke, es ist naiv und sogar dumm zu glauben, dass eine einflussreiche Clique, der es gelingt, ihren Kritiker oder auch öffentlichen Ankläger per Justizmord aus der Welt zu schaffen, einfach so Ruhe gibt, wenn sie merkt, dass es noch Nachfolger gibt, die dessen Reden gehört hatten, als er noch lebte, und die in seinem Sinn weiter machen. Denen ist doch jede Schweinerei zuzutrauen, damit genau das nicht passiert – und gerade auch eine intelligente unter einem religiösen Deckmäntelchen. Da haben die Gegner Jesu sozusagen einen Agenten von ihnen bei den Jesusanhängern eingeschleust, um das Engagement Jesu von innen heraus zu eliminieren. Und der Priestergesellschaft war das nur recht.

Sie meinen, da gab es also nicht nur den Judas, der möglicherweise ein Agent der Gegenseite war, sondern auch der Paulus wurde sozusagen als "verdeckter Ermittler" bei den Jesusanhängern eingeschleust?

Der Judas kannte dabei Jesus persönlich und war mit ihm befreundet und ist an seinem Verrat zerbrochen und hat sich umgebracht. Doch der Paulus kannte Jesus nicht persönlich und hat alles eiskalt durchgezogen. Und vermutlich hatte er nicht nur den Auftrag bekommen, die Jesusanhänger zu verfolgen, sondern ihre Ideen auch auszulöschen. Dabei ist er dann selbst auf die Idee der Masche "verdeckter Ermittler" gekommen. Wir wissen es nicht, aber es muss irgendetwas in dieser Richtung gelaufen sein.

Aber was war denn an dem Engagement Jesu so schlimm, dass er aus dem Weg geräumt wurde und dass dann auch noch seine Ideen eliminiert werden sollten? So schlimm war das doch alles nicht, was dieser Jesus wollte. Wenn wir etwa an die Wunder denken, die er angeblich gemacht hatte, und dann auch noch die Predigten, dass die Menschen an Gott glauben und gut sein und auf ein Leben nach dem Tod hoffen sollten, da mag zwar manches sehr absurd klingen, aber so etwas Revolutionäres war das alles doch nicht, dass ihn nicht nur dafür umbrachte, sondern auch noch die Erinnerung an ihn auslöschen wollte.

Und Paulus hat nicht so gerade nur "ermittelt", sondern ihm gelang auch, alles zu beeinflussen und zu verändern! Sehen Sie, das, was Sie da erzählen, ist doch alles die Folge des Einflusses dieses Paulus. Der hat seine Aufgabe perfekt gemacht, nämlich die Erinnerung an das wirkliche Engagement Jesu auszulöschen. Diese Auslöschung ging nun einmal am besten, indem er die Erinnerung an das Engagement Jesu durch eine neue Geschichte übertünchte. Dabei war er so gründlich, dass wir heute nur noch diese neue Geschichte kennen und nicht mehr das Engagement des wirklichen Jesus. Wir können uns das wirkliche Engagement Jesu gar nicht mehr vorstellen. Doch Paulus war nun nicht nur ein raffinierter Betrüger, sondern er war auch ein genialer Religionsstifter. Und so hatte er etwa den Justizmord an Jesus in einen mehr oder weniger freiwilligen Opfertod Jesu zur Erlösung von der ewigen Verdammnis in einer Hölle in einem Leben nach dem irdischen Tod uminterpretiert – wie er es auch so in etwa aus dem Kult des Halbgottes Attis in seiner Heimat Tarsus kannte. Die Jerusalemer Jesusanhänger, die noch den wirklichen Jesus und sein Anliegen besser kannten, hatten so etwas vom wirklichen Jesus nie gehört und verloren auch nie das Misstrauen gegenüber Paulus.

Na, dann schießen Sie mal los, was Ihrer Meinung nach das Engagement des wirklichen Jesus war und was daran zumindest für manche so lästig war.

Und auch heute noch für viele lästig ist. Jesus hatte sich schlicht und einfach bei seinem Engagement „gegen die Sünde, gegen die Heuchler, für die Liebe“ zu weit vorgewagt und sich dabei mit der Halbweltmafia angelegt.

Wie, so eine Halbweltmafia gab es damals auch schon?

Wir wissen aus der Bibel, dass es damals Prostituierte gab, und das, obwohl Prostitution bei Todesstrafe verboten war. Und es ist auch heute auf der ganzen Welt so: Wenn so etwas, für das ein großer Bedarf da ist wie für die Prostitution, bei Todesstrafe verboten ist und es sie trotzdem gibt, dann muss es auch Personen geben, die die Gesetzesmacht abpuffern, so dass die zuständigen Autoritäten nicht so genau hinsehen. Da sind natürlich auch Geld und gute Beziehungen im Spiel. Und wenn das alles in einem großen Rahmen geschieht, dann gibt es eben eine Mafia, die für so etwas zuständig ist, in unserem Fall also eine Halbweltmafia. Das ist auf der ganzen Welt so und das war also auch mit absoluter Sicherheit damals so.

Aber ist das alles nicht sehr weit hergeholt? Davon habe ich noch nie etwas gehört, in der Bibel steht doch gar nichts von so einer Mafia?

Ich denke, man muss nur einmal auch in der Bibel genauer hinsehen. Dazu muss ich hier ein wenig ausholen: Vor seiner Predigttätigkeit, um bei dem Wort „Predigt“ zu bleiben, war Jesus nach allem, was inzwischen auch von anerkannten Theologen herausgefunden wurde, Häuserbauunternehmer (das wird wohl sein Beruf gewesen sein wie der seines Vaters, „Zimmermann“ ist eine falsche Übersetzung des griechischen Wortes „tékton“) - und zwar in der ganzen Region, sozusagen „auf Montage“, also nicht idyllisch zuhause in der Nähe der Familie in einer Werkstatt. Und wie das nun bei so einer Arbeit „im Außendienst“ ist, lernte Jesus so nebenbei nach Feierabend auch Prosti­tuierte kennen, die die die Arbeiter aufsuchten, weil sie sich nun einmal etwas verdienen wollten. Was hier genau zwischen Jesus und den Frauen gelaufen ist, wissen wir nicht, doch immerhin war Jesus sogar mit Prostituierten befreundet und da dürfte es schon zu Gesprächen zwischen ihm und den Frau­en gekommen sein, auch warum sie „so einem Beruf“ nachgingen. Und dabei hatte Jesus mitbekommen, wie Frauen und Mädchen unter Missbrauch der damaligen Gesetze zum Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe zumindest am Anfang regelrecht erpresst worden waren. Denn nach diesen Gesetzen galten Frauen als des Straftatbestands des Ehebruchs überführt und wurden mit dem Tod bestraft, wenn sie von zwei Zeugen auf frischer Tat ertappt wor­den waren. Und jetzt wurde dieses Gesetz von brutalen Männern missbraucht nach der Devise: „Entweder du hast Sex mit uns oder wir zeigen dich an, dass wir dich erwischt hätten beim Sex mit einem Mann, der nicht der deinige ist, dann wirst du gesteinigt“. Da nun die Frauen keinen für andere glaub­würdigen Ausweg sahen, sie hatten ja auch gar keine Chance, sich erfolg­reich zu wehren (wer würde ihnen schon glauben, wenn sie vor Gericht und auch sonst erzählten, dass sie überhaupt nichts "in dieser Richtung" getan hatten?) und leben wollten, willigten sie ein, was die Männer wollten – und das war dann der Anfang ihrer zweifelhaften „Karriere“ als Prostituierte – in immer weiterer Abhängigkeit von diesen „brutalen Männern“ (wir würden heu­te sagen „Zuhälter“).


Lukas Cranach d. Ä., Jesus und die sünderin

"Jesus und die Sünderin" von Lukas Cranach d. Ä. (1473 - 1552). Ich denke, es ist eindeutig, dass der Maler hier nicht eine Vergebungsgeschichte gemalt hat, sondern  eine Bestrafungsgeschichte aus dem Halbweltmilieu. Die junge Frau ist auch nach unseren heutigen Kriterien außerordentlich schön. Und wenn wir die Bilder betrachten, die Cranach sonst gemalt hat, dann sieht die Frau bis ins Detail der Kleidung und der Frisur wie eine Prostituierte auf den anderen Gemälden aus. Und die Männer, die sie steinigen wollen, sehen wirklich nicht wie Moralapostel aus, also wie Männer, denen es um eine bessere Moral geht, sondern eher wie Verbrecher. Und die beiden Männer rechts oben? Ich denke, die sehen wie typische Bildungsbürger aus, die das alles nichts angeht, was hier passiert.


Sie haben aber eine blühende Phantasie. Von so etwas steht doch in der Bibel überhaupt nichts.

Und wie, Sie müssen nur einmal die Geschichte von der schönen Susanna im Anhang des Buches Daniel und die Erzählung, wie Jesus die Sünderin bei Johannes 8 rettet, unter einem anderen Aspekt lesen als dem üblichen sexfrei-kindlichen, der Ihnen immer beigebracht wird. Jedenfalls ist das, auf was ich gekommen bin, ungleich wahrscheinlicher als die Geschichten von einer Jungfrauengeburt, von Wundern, von einer Auferstehung und was sonst noch von Jesus in der Bibel steht.

Ich denke also, so ein Umgang mit Frauen muss damals schon fast normal gewesen sein. Da war doch eine römische Besatzung und die Soldaten durften bis zu ihrem 35. Lebensjahr nicht heiraten, also brauchten sie Prostituierte und nicht zu wenige. Und wahrscheinlich gab es auch unter den Juden zumindest hin und wieder Männer, die auch mal Prostituierte brauchten. Und auf die hier vorgestellte Weise kamen die „brutalen Männer“ eben zu den Prostituierten. Und wenn dann eine mal aussteigen wollte oder sonst wie Sperenzchen machte, dann wurde so eine „Auf-frischer-Tat-Ertapperei“ eingefädelt, so dass eine von ihnen mal gesteinigt wurde, auch zur Warnung für die anderen Prostituierten. In Johannes 8 wird über so eine Episode berichtet, üblicherweise wird da eine Vergebungsgeschichte draus gemacht, doch von einer Vergebung steht da überhaupt nichts.

Ich verstehe, das hatte dieser Jesus also diese kriminellen Schweinereien aufgedeckt und öffentlich angeprangert "gegen die Sünde, gegen die Heuchler und für die richtige Liebe", wie Sie sagen, und damit fing er an, das damalige kriminell-frauenfeindliche System durcheinander zu bringen, und darum musste er weg. Verständlich, und damals gab es noch keine freien Medien, die hier hätten eingreifen können, hier hatten noch die Weinsteins und Konsorten ihre unumschränkte Macht. So klappte das dann auch mit falschen Zeugen und mit falschen Anklagen.

Und die Autoritäten haben hier nicht nur weggesehen, sondern sie haben bei der Beseitigung dieses Jesus auch noch tatkräftig mitgemacht, indem sie die falschen Anklagen auch noch ernst genommen und geglaubt und ihn dann zum Tode verurteilt haben.

Na gut oder nicht gut, das war damals. Und was hat das für uns heute zu bedeuten?

Damals wurden die Frauen und Mädchen zu sexuellen Beziehungen ohne Ehe, so wie das ja immer anfing, „rumgekriegt“ vor allem durch Erpressung. Und heute geht das durch Manipulation.

Also ich wüsste jetzt nicht, wo bei uns heute etwa Mädchen zu so etwas manipuliert werden. Die fangen doch damit an, weil sie emanzipiert sind – und das ist doch auch gut so.

Ich bin einmal bei der Lektüre der Biografie einer Prostituierten auf eine Stelle gestoßen, rein zufällig, in der sie meine Website zitiert, die sie im Internet gefunden hatte. Und die Frau hatte mir da beigepflichtet, dass ich mal jemand bin, der es deutlich ausspricht, dass das Problem ist, dass die Mädchen mit ihrer Moral in die falsche Richtung geschickt werden und daher mit sexuellen Beziehungen ohne Ehe anfangen, und manche dann eben auch in der Prostitution landen.

Ich wüsste jetzt nicht, wo etwa Mädchen bei uns mit ihrer Moral in die falsche Richtung geschickt werden.

Wirklich nicht? Die Manipulation ist sozusagen kulturbedingt, daher fällt sie nicht weiter auf. So wird doch allen bei uns von Jugend an beigebracht, dass die Sexualscham der Inbegriff der Sexualmoral ist, dass wir also zumindest vor anderen „gewisse Körperteile“ verstecken müssen. Und so halten sich die jungen Leute und gerade auch die Mädchen schon fast hysterisch an die Regeln der Scham. Doch es gibt keine Untersuchung, und erst recht keine wissenschaftliche, dass die Sexualscham einen wirklichen „moralischen Nährwert“ hat, um es einmal so zu sagen. Die Erziehung zur Scham ist doch eine Erziehung zu einem leeren Phantom. Die sexuellen Beziehungen fangen doch immer aus ganz anderen Gründen an, aber nie aus dem Grund, dass gerade Mädchen Spaß an der Nacktheit hatten. Und auf die wirklichen Gründe sind die Mädchen nicht vorbereitet, also fangen sie damit an.

Gibt es wirklich keine Forschungen zum "moralischen Nährwert der Scham", wie Sie es nennen?

Ich kenne wenigstens keine. Es gibt sogar Tierversuche, dass ein für eine Säugetierspezies – und das gilt möglicherweise auch für Menschen, denn wir sind ja auch „Säugetiere“ – typisches oder auch natürliches Sexualverhalten durch Kleidungsstücke durcheinander gebracht wird. In Geo 02/2015 auf S. 128 war einmal eine Notiz, dass kanadische Forscher zufällig an Ratten etwas Merkwürdiges beobachtet hatten. Und zwar hatten Forscher bei den Ratten das Sexualverhalten beobachten wollen und ihnen dazu verschiedenfarbige Jäckchen angezogen, um sie zu unterscheiden. Und irgendwann brauchten Forscher an dem Institut dieselben Tierchen wieder, um etwas anderes zu erforschen, die Jäckchen waren dabei längst wieder ausgezogen und vergessen. Und sie beobachteten, dass die Ratten überhaupt keinen „sexuellen Appetit“ hatten. Erst als sie sich an die Jäckchen erinnerten und sie den Tierchen wieder anzogen, war der „sexuelle Appetit“ wieder da.

Und was schlossen die Forscher daraus?

Die Kleidung wirkte als Fetisch – und ohne diesen Fetisch war das für die Tiere naturgegebene Sexualverhalten durcheinander gebracht.

Soll das heißen, dass auch bei uns Menschen die Kleidung eine Fetischfunktion hat, die unser naturgegebenes Sexualverhalten durcheinander bringt? Das hieße ja, dass wir immer nackt herumlaufen müssten, um sexuell normal zu sein … Ich denke, das ist doch ziemlich absurd.

Nein, nein, so weit müssen wir natürlich nicht gehen. Es reicht völlig, wenn die Versteckerei mit Kleidung nicht mehr unbedingtes „Accessoire“ zum Menschen ist und wenn wir dort, wo es sinnvoll ist, dann auch völlig „ohne“ sind. So wie das früher in der DDR im Sommer an vielen Orten durchaus normal war. Allerdings müssen wir bedenken, dass die Kleidung sozusagen eine Moralmaßnahme ist – und wenn die nicht mehr da ist, dann muss die Moral woandersher kommen. Der Mensch ist eben ein hochmoralisches Wesen auch und gerade im Sexuellen und als solches braucht er nun einmal eine Moral. Und diese Moral muss dann vom Geist herkommen, also von einer passenden Pädagogik.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass bei jungen Menschen noch so viel gutes Zureden hier nicht hilft. Wenn die jungen Leute erst einmal sexuelle Erlebnisse haben wollen, dann kann sie nichts mehr davon abhalten.

Ich denke, es würde zu weit führen, an dieser Stelle alles zu erklären. Dafür habe ich meine Website gemacht – und ich denke, ich habe etwa in der Schrift "Der Kriminalfall Jesus" alles kurz und knapp gefasst und mir haben auch Leser bestätigt, dass alles gut lesbar ist. Zum Problem einer Erziehung hier siehe auch unter "Erziehen oder Begleiten".

Das heißt, dass Geschlechtsverkehr nur in der Ehe stattfinden darf, damit die Monogamie gewährleistet ist. Doch die moderne Sexualforschung sagt hier etwas anderes, dass der Mensch von der Natur aus gar nicht monogam ist.

Ich kenne diese Übertragung von Affenforschungen auf den Menschen auch. Doch ich denke, die Wissenschaft ist sich hier gar nicht einig. Ja, was ist, wenn Männer diese Auffassung haben und von daher wie die Affenmännchen glauben, sie könnten die „Weibchen“ „bespringen“, wie sie wollen; vergegenwärtigen Sie sich doch mal, was die dann für einen Ärger kriegen.

Oder denken Sie daran: Wenn die Affen promisk sind, dann kennen sie keine Scham, das heißt, dass ihre Promiskuität ihrer tierischen Natur entspricht. Doch wenn Menschen diese tierische Sexualität leben, dann brauchen sie die Scham. Das heißt doch, dass die tierische Sexualität nicht auch unsere menschliche Sexualität ist.

Sie halten also von der modernen Sexualforschung nicht viel?

Genauso ist es. Besonders die moderne Sexualpädagogik geht nach der Maxime eines "Naturalistischen Fehlschlusses" vor. Das heißt, wenn etwas alle machen, dass das dann auch gut und richtig ist. Doch das ist keine seriöse Wissenschaft, die so vorgeht. Denn nach dieser Maxime wären auch – zumindest aus der Sicht der Wachmannschaften – Auschwitz und Treblinka richtig und gut gewesen, denn das machten ja alle so. An so einem Vergleich können Sie erkennen, dass die moderne Sexualwissenschaft bisweilen wirklich Unfug verzapft.

Ist diese Gleichsetzung „Theorien über die Monogamie“ und „Ermordung von Menschen“ nicht eine Verniedlichung von dem, was in Auschwitz passiert ist?

Ich denke natürlich nicht, bei beidem geht es bisweilen durchaus um Leben und Tod, und auch um einen schrecklichen Tod. Wir sollten in den Zeiten der Corona auch einmal darüber nachdenken: Die Menschheit hat sich seit etwa 15 Millionen Jahren entwickelt. Und es ist anzunehmen, dass es solche Seuchen wie Corona in dieser Zeit immer wieder gegeben hat - und schlimmere. Da es nun früher keine moderne Medizin gab, die irgendwann allen das Überleben und selbst denjenigen sicherte, die sich nicht sinnvoll verhalten haben, haben immer vor allem diejenigen überlebt, die sich im Sinne des Überlebens sinnvoll verhalten und sich damit nicht bei anderen angesteckt haben. Und viele gefährliche Seuchen übertragen sich nun einmal nicht nur durch problematische Nahrungsmittel und mangelhafte Hygiene, sondern auch durch die "besondere Nähe" von Menschen zueinander, von denen man "nichts Näheres" weiß, und dabei vor allem auch über die Schleimhäute, also eben durch Sexualkontakte. Da haben dann eben die streng monogamen Menschen(-gruppen) überlebt und sich weiter vermehrt, die sich selbst monogam verhalten haben und Wert darauf gelegt haben, dass sie Partner bekommen, die sich ebenfalls streng monogam verhalten. Daher kam es also zu den Religionen mit rigorosen Speise-, Hygiene- und Sexualmoralvorschriften – je nachdem, was man jeweils gerade für gefährlich hielt. Ein starker Magnet für Menschen zueinander war dabei die geistig-seelische Liebe, die "ewig" hält. So ist es also gekommen, dass wir heute vermutlich von unserer Natur her zur echten Monogamie veranlagt sind.

Um noch einmal auf die Auferstehung zu kommen: Wie würden Sie das Problem heute sehen und zu lösen versuchen?

Es geht um eine Erneuerung des Menschen in einer höheren Moral ohne Zwänge durch eine Mafia und ohne Manipulation, das ist ja auch so etwas wie eine Auferstehung. Und ich denke, diese Erneuerung kann gerade auch für junge Menschen sehr attraktiv sein und ihnen sogar direkt Spaß machen, weil sie ihrer Natur entspricht. Ich habe das in meiner Website www.michael-preuschoff.de beschrieben. Die Website kann von allen kostenlos und ohne irgendeine Anmeldung besucht werden.

Wenn das alles so einfach ist mit der Sexualmoral, warum machen das dann die Religionen nicht so, die sind angeblich doch immer so für die Moral?

Na, denken Sie doch mal ein wenig! Die Religionen sind doch alle auch Geschäftsunternehmen. Und wobei machen sie denn das bessere Geschäft? Wenn sie ihren Gläubigen lehren, wie eine schöne Moral zu leben ist, oder wenn ihre Gläubigen nicht eine so schöne Moral haben und daher oft auch das Leben hier und jetzt mehr oder weniger verpassen und sie die dann trösten können und ihnen Hoffnung machen können auf ein besseres Leben nach dem Tod? Und die Klammerei an die Scham sieht ja so moralisch aus ...

Das ist ja nicht nur Kapitalismus, das ist ja sogar kriminell.

Das sagen Sie jetzt.

Und wie könnte die Welt aussehen, die deine Utopie ist?

Ich zeige dazu mal eine wunderschöne Elfenbeinschnitzerei von dem belgischen Bildhauer Charles Samuel. Für mich sind die beiden Tanzenden kein Liebespaar, sonden Menschen, die schlicht und einfach eine hohe Moral leben und Lebensfreude haben. Sie haben dabei diese Moral so verinnerlicht, dass sie ihren Körper nicht mehr verstecken müssen. Auch hier verweise ich auf die Website www.michael-preuschoff.de, besonders auf Punkt 1 "Der Kriminalfall Jesus".

Charles
                Samuel 1862 - 1938

Charles Samuel (1862 - 1938), Belgische Schule: "Tanzende"

Und das soll funktionieren?

Ich denke, dass das allein deswegen funktionieren dürfte, weil es unserer menschlichen Natur entspricht. Und vieles ist gerade heute hier möglich, was früher undenkbar und daher einfach nicht möglich war - und in vielen Kulturen allerdings auch heute immer noch nicht. Sehen Sie doch einmal genauer hin: Bis vor nicht langer Zeit durften Kinder nichts über den Geschlechtsverkehr wis­sen. Denn dieses Wissen galt als absolut schädliche Frühsexualisierung, die den Kindern ihre kindliche Unschuld raubt und sie schließlich dazu verleiten würde, das was sie wüssten, auch auszuprobieren. Also Tabu über alles, was mit Sexualität zusammenhängt! Je weniger die Kinder davon wis­sen, desto besser für sie! Aber irgendetwas muss man den Kindern doch sagen, damit sie sich nicht gar zu dumm verhalten und durch eine naive Unwissenheit irgendwelche Pä­dophilen anlocken und reizen, sich an ihnen zu vergehen. Also erzählte man ihnen das mit der Scham, und dass Verstöße gegen die Scham sogar Sünde sind. Da nun schon selbst ein Kind von Natur aus ein hoch­mo­ralisches Wesen ist, und Kinder also auch einen Trieb haben, moralisch zu sein, kam das natürlich bei den Kindern auch sehr gut an, also schämten sie sich, nackt zu sein. Zudem wollten sie ja auch keine Sünde begehen. Außerdem galt das, was da zwischen den Beinen ist, sowieso als ekelhaft. So kam (und kommt es immer noch) zu Verklemmtheit und Lebfeindlichkeit aber nicht zu wirklicher Moral.

Aber was ist denn so schlimm daran, dass die Kinder sich schämen?

Die Folge von alldem ist, wenn die Kinder älter werden: Es liegt nun einmal in unserer Natur, dass gerade das andere Geschlecht hochinteressant ist oder irgendwann wird. Und irgendetwas muss dann doch sein! Schließlich kann es ja auch nicht ver­nünf­tig sein, dass man mal jemanden heiratet und mit dem ein Leben lang zusam­men bleiben soll und will, den man “vorher” noch nie richtig gesehen hat. Und da nun das an und für sich völlig harmlose Zeigen und Sehen, wenn man es nur richtig macht, als etwas Schlechtes gilt und außerdem noch Sün­de ist, kommt das auch gar nicht infrage. Man hat ja die moralischen Normen gelernt und verinnerlicht und will auch nicht gegen sie verstoßen. Ja, was bleibt denn anders übrig als der Geschlechts­ver­kehr, denn der muss ja eines Tages sowieso sein, weil man nur auf diese Weise Kinder bekommen kann. Also macht man den – und man kann auch gleichzeitig noch probieren, mit wem er wirklich Spaß macht, wer also der Richtige ist usw.

Doch irgendwie müssen junge Menschen doch herausfinden, wer zueinander passt?

Also mit dem Geschlechtsverkehr funktioniert das gewiss nicht. Denn wir wissen aus der Prostitution, dass irgendwie jeder Penis in jede Scheide passt. Diese Geschlechtsverkehrtesterei bringt also überhaupt keinen Erkenntnisgewinn. Es kommt vielmehr darauf an, ob das mit dem Orgasmus klappt.

Richtig. Und der klappt ja nicht mit jedem. Also den Orgasmus testen ohne Eindringen? Wie soll das gehen?

Die Natur hat uns hier sogar die Möglichkeit gegeben. Denn alle Nervenzellen, die bei der Frau für den Orgasmus zuständig sind, befinden sich an der Oberfläche ihrer Sexualorgane. Was also nicht ohne Eindringen an Orgasmus passiert, passiert auch nicht mit Eindringen. Also ist zum "Testen" das Eindringen überhaupt nicht nötig! Ein leichtes gegenseitiges Berühren reicht vollkommen, das heißt, sich etwa bei einem Hautkontakt so ineinender verschränken, dass die Genitalien dabei weit voneinander entfernt sind. Wichtig ist, dass ein Mädchen sich völlig angstfrei fallen lassen kann.

Alles schön und gut. Doch wie soll eine Pädagogik dazu nun anders verlaufen?

Heute wissen doch schon Achtjährige, was Sex ist, also könnte man ihnen also gleich “das Richtige” erzählen. Doch nichts dergleichen, was einmal drin steckt, das steckt eben drin. Da allerdings alles, was mit der Sexualmoral zusammenhängt, heute etwas frag­würdig ist, wird in dieser Rich­tung gar nichts mehr er­zählt, jedenfalls nichts, damit die Kinder wissen, worum es geht. So wird auch der “moralische Nähr­wert” der Erziehung zur Scham nicht hinterfragt. Es wird drumherum ge­redet, auch in unseren Religionen. Deswe­gen bleibt es al­so bei der Verklemmtheit und Leib­feind­lichkeit, dass die jungen Leute mit ih­rem Kör­per nicht vernünf­tig um­gehen können und dass sie etwa die Freu­de an der Nacktheit immer noch für etwas Unmoralisches halten. Und wenn sich die jungen Leute dann in sexuelle Abenteuer stürzen und sich damit von dem Ziel der Monogamie entfernen, dann zucken die “geistlichen Autoritäten" aller Religionen und Kulturen mit den Schultern und sagen, dass das eben das Problem unserer Zeit und ist und vor allem unse­res menschlichen schwachen Fleisches (oder der Erbsünde), gegen das man nun einmal nichts machen kann.

Das ist ja ein Frontalangriff auf die Religionen, das hieße ja, dass die letztlich an dem ganzen sexuellen Durcheinander schuld sind.

Mit Ausnahme der Religion oder besser Lebenseinstellung, die vermutlich dieser Jesus wollte, der nun einmal als Handwerker auch sonst ein Mann der Praxis war.

Doch der wird natürlich verschwiegen. Stattdessen gibt es bis heute diese Religion, die Paulus konstruiert hat.

Dass das Scheitern der hohen Moral an diesem System á la Paulus liegt, darauf kommen die “geistlichen Autoritäten” natürlich nicht. Das geschilderte Verfahren der Erziehung zur Scham ist nun einmal eine völlige Verdrehung, was keine Moral oder auch eine Scheinmoral und was wirkliche Moral ist. Wir können also sagen, dass die Erziehung zur Scham zwar sehr moralisch aussieht, doch für das Ziel einer Moral der ech­ten Mono­gamie völlig kontra­produktiv ist. In diesem Konzept soll es nun darum gehen, dass die Kirche wieder ins Dorf und der echte Jesus in die Kirche kommt und dass die Moral der echten Monogamie ausdrücklich gewollt ist! Ziel ist also, dass unsere Kinder lernen, das nicht vor der Ehe oder mit anderen als dem Ehepartner zu tun, was in die Ehe gehört (also den Ge­schlechtsverkehr) und das aber tun, was ein harmloses und sogar paradie­si­sches Vergnügen sein kann, wenn sie es nur richtig anstellen. Gleichzeitig können sie – durchaus durch niveauvolles Tanzen wie auf diesem Bild – auch sehr gut lernen zu erkennen, wer zu ihnen passt. Und wenn einer dann nicht passt, dann ist es kein Problem, “tschüs” und “ade” zu sagen, es war ja nichts!

Und was ist mit der Scham?

Ganz einfach: Die Scham ist, einmal ganz abge­sehen davon, dass sie nur eine trügerische Sicherheit vermittelt, eine Ersatz­mo­ral, die wir brauchen, weil wir nicht die uns gemäße strenge Mono­gamie le­ben. Im Übrigen gab es in der frühen Kirche durchaus eine solche "Offenheit", wenn die Täuflinge bei der Taufe nackt waren, doch diese Offenheit wurde recht bald "vergessen".

Das Problem ist natürlich, dass die meisten Erwachsenen nie so etwas erlebt haben und sich das alles auch gar nicht vorstellen können, dass das geht und wie schön eine Moral der echten Monogamie ist und wie gut die auch zu leben ist, wenn man nur entsprechend informiert ist ...

Aber daran kann man doch etwas machen!

Und noch etwas: Ich bin es nun einmal von meiner Zeit als aktiver Lehrer gewöhnt, dass mir Fragen gestellt werden. Ich möchte das beibehalten: Auch Ihre Leser können mir (per E-Mail) Fragen stellen. Wenn es zu viele werden sollten, werden wir schon eine Lösung finden.

Ich danke für das Gespräch.


E-Mail: basistext@gmx.de

Michael Preuschoff

Telefon: 015732398365

Doch ganz am Schluss etwas zum Thema „Nacktheit und junge Leute“. Sehen Sie doch einmal in die Website https://www.gutefrage.net/frage/mit-jungs-duschen#answer-228012406 rein, wie schön junge Leute hier diskutieren können – und sich bisweilen auch sehr natürlich verhalten! Hierzu auch Erziehen oder Begleiten!

Und da ich auf deutscher Seite keine Reaktion erfahre, habe ich dieses Interview mal mit google in andere Sprachen übersetzt und ins Internet gestellt. Vielleicht interessieren sich ja Chinesen und Indianer und Afrikaner?
Hier also die Sprachen: Anglicus/engl., Galli, Hispanica, Lusitani/port., Danica, Hungarian, Indonesiaca, Crovatica, Germanico, Turkish, Latina, Seres/chin., Iaponica, Arabica, Moravica/slowak., Persici, Polonia, Russian, Vietnamica, Graecae, Bulgarica, Hebrew, Ucraina, Fennica/finn., Italiae, Thai, Romanian, Prohibeo/Hindi, Coreanica, batavi/niederld., Norwegian, Cebuano, Singhalese, Esperanto, Swedish,

www.michael-preuschoff.de