Ist die Website nicht zu einseitig?

Der alte Archimedes hat einmal gesagt: "Man gebe mir einen festen Punkt im Weltall - und ich werde die Welt aus den Angeln heben!" Nun, wenn ich in dieser Website einseitig sein sollte, dann bin ich gewiß von dieser Idee des Archimedes angesteckt: "Bei welchem Punkt muß man ansetzen, um zwar nicht das Ziel zu erreichen, die Welt aus den Angeln zu heben, so doch sie zu verändern?

Und da bin ich dann auf "die Thematik wirklicher Liebe" gestoßen, die immer und überall in unseren menschlichen Beziehungen mitschwingt oder zumindest mitzuschwingen scheint. Ich könnte mir vorstellen, wenn Menschen sich hier anders verhalten, dann könnte sich gewiß ganz generell etwas ändern - und weil ich keine negativen Seiten sehe, eigentlich nur zum Positiven.

Es geht beim Thema "Liebe" nicht einmal "nur" um Beziehungsfragen, also wie finde ich den passenden Partner und vermeide den ungeeigneten - es geht vor allem erst einmal darum, wirkliche Emanzipation und Freiheit zu leben, und dazu gehört eben auch ganz unproblematische Freundschaft und Kameradschaft!

Wenn ich mir so die Probleme der jungen Leute anhöre, wie sie auswählen, mit wem sie was unternehmen und dabei immer auch einen gleichgeschlechtlichen Freund vorziehen, wenn es wirklich etwas Unproblematisches sein soll - trotz aller angeblichen Freiheit und Toleranz heute, dann finde ich das doch schade. Denn vieles kann einfach nicht stattfinden. Wie schön sind erst gemischtgeschlechtliche Unternehmungen, was wäre da erst alles möglich! Und wenn es vernünftige Partner sind, ist gemischtgeschlechtlich ja auch viel interessanter! Doch dazu gehört eben vor allem erst einmal Verläßlichkeit und Verhaltenssicherheit: Denn diese Freiheit "mit Kondom oder Pille" ist nach wie vor ein Wunschtraum und wird es immer bleiben, es funktioniert einfach nicht, auf diese Weise kommt es allenfalls zu Beziehungskisten, aber nie und nimmer zu Freundschaft und Kameradschaft zwischen den Geschlechtern. Wie frei wäre man dagegen, wenn hundertprozentig klar wäre, daß sich alle an feste Regeln halten! Und diese Regeln können sehr variiert werden, hier sei auf die Phase der Ästhetik und auf die Gandhi-Methode hingewiesen - siehe auch das Gespräch 9 zwischen Beatrix und Martina!

Und so ganz nebenbei kommen wir so auch wieder zu einem wesentlichen Anliegen unseres christlichen Glaubens, nämlich zur wirklichen Monogamie, daß also jeder Partner nur einen Partner hat!

Und das ist dann schon nach den Vorstellungen der Verfasser der Zehn Gebote das Konzept gegen die Sklaverei schlechthin - zumindest auf Dauer, es dürfte auch das Konzept für Frieden sowohl unter einzelnen Menschen sein, wie auch unter ganzen Völkern! Denn wie soll es zum Krieg zwischen Völkern kommen, wenn die Menschen ganz grundsätzlich Frieden haben wollen? 

Und es sind nicht nur diese Ziele, die faszinieren, es ist auch schon der Weg zu diesen Zielen!

Um diesen Weg, für den ja ein hohes Maß an gesundem Egoismus (oder eben Eigeninteresse) eines jeden Menschen gegeben sein dürfte, nämlich wirklich erfolgreich zu gehen, braucht es nämlich Eigenschaften, die schlicht und einfach auf andere Lebensbereiche "abfärben": 

- Wir brauchen ein hervorragendes Wissen um die Wirklichkeit des Lebens, zumindest um soweit sie uns etwas angeht.

- Wir brauchen gute Menschenkenntnis, die wir gewiß auch erlernen können.

- Wir brauchen Geduld und Ausdauer. 

- Wir müssen lernen, "hinter die Kulissen zu schauen", was also ist wirklich, was also wird uns nur vorgemacht?

- Wir brauchen die Fähigkeit, zu erkennen, wem wir hinterher laufen und wem besser nicht.

- Wir müssen ein Gefühl bekommen, von wem wir uns beraten lassen, von wem besser nicht, weil der doch nur für seinen eigenen Vorteil redet.

- Wir müssen lernen, nicht nur den Moment zu sehen, sondern unser ganzes Leben.

- Wir müssen uns selbst einschätzen können, daß wir uns etwa nicht mit unseren Idealen übernehmen dürfen und wo wir unproblematische "Ventile" oder Sollbruchstellen einbauen, damit wir auch in der Praxis durchhalten können, was wir uns vorgenommen haben...

Voraussetzung für das Erreichen eines als unerreichbar geltenden Ziels ist immer eine gewisse Einseitigkeit! Wer für alles da ist, schafft im allgemeinen gar nichts (wirklich)!

Stellen wir uns einmal, dass ein Pannenhelfer zu einem Autofahrer sagt, dessen Auto einen „Platten“ hat, er solle sich nichts draus machen, er habe doch so ein schönes Auto und überhaupt gebe es noch anderes und Wichtigeres auf der Welt als diese „unbedeutende“ Panne – und weiterfährt... Und so sehe ich das auch mit der Problematik dieser Website: Man darf einfach nicht „weiterfahren“, bis sich das Problem von alleine löst - es löst sich nämlich nie!

Außerdem: Wer alle Probleme gleichermaßen lösen will, der verzettelt sich und schafft gar nichts. Der ADAC nimmt nur zum Autobahnbau und zu den Benzinpreisen Stellung, und der Verband der Postbenutzer nur zur Erhöhung des Briefportos. Die großen Kirchen aber machen in einem Wächteramt prophetischer Allzuständigkeit. Ob globaler Kapitalismus oder Rentenversicherung, gentechnisch veränderte Tomaten oder Öffnungszeiten der Frankfurter Börse – die Kirchen glauben, in allem mitmischen zu müssen (frei nach F.W. Graf in der FAZ S. 11 vom 17.08.00) oder eben "den Bienenzüchtern Bienenzüchter und den Hebammen Hebamme", wie Professor Horst Hermann die Seelsorgeidee des Papstes Pius XII skizzierte. Abgesehen, ob dies alles wirklich dem Anliegen des konkreten historischen Jesus entspricht, ist das nun wirklich Verzettelung. Wer wirklich etwas ändern will, der muß strategisch denken und sucht sich eine wichtige Sache für sein Engagement aus, die sich auch ändern läßt, und er ruht nicht, bis die geändert ist. Und wenn die Änderung „geklappt“ hat, dann ändert sich vermutlich auch alles andere sozusagen von selbst. Und es sieht aus, als ob auch Jesus wie auch viele Verfasser der Bibel sonst genauso strategisch gedacht haben...

Wir können den Spieß auch herumdrehen: Was ist eigentlich mit denen, die nicht einseitig sind, bluffen die nur mit ihren tollen Worten, haben die an einer Änderung zum Guten am Ende überhaupt kein Interesse?

Und ich bitte zu bedenken: Irgendwo bin ich auch noch Reserveoffizier!

Und die Militärs wußten schon immer, daß bisweilen sogar ein vielleicht ein normalen Menschen uninteressant erscheinender Hügel von großer Wichtigkeit ist, den alle anderen vernachlässigen. Denn wer diesen Hügel hat, hat auch Zugang zu dem anderen - von ganz allein! (Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)