Was sagen die Kirchen dazu?

 

Selbst die offizielle Theologie (wenigstens bei uns in Mitteleuropa) sagt heute, daß der Jesus, wie wir ihn aus den Evangelien kennen, so nicht war, wie er da berichtet wird. Wir verkündigen einen Jesus des “Kerygmas”, und dieses griechische Wort meint die “Verkündigung” der Evangelien, also wie man ihn am besten bekannt machte  - oder eben “Marketing”. Er ist also nicht der wirkliche Jesus! Aber – so sagen die Kirchen, weil wir den wirklichen, den “historischen” nicht kennen, bleibt uns nichts anderes übrig, als diesen Jesus der Evangelien zu verkündigen. Und das ist der eigentliche Skandal – wir wissen genau, daß etwas nicht stimmt - und erzählen es trotzdem - und machen am Ende noch einen Skandal daraus, wenn jemand hingeht und diesen wirklichen Skandal anprangert.

Und ich habe während meines Studiums und auch sonst öfter gehört, daß der wirkliche Jesus (wie auch das ursprüngliche Judentum) vermutlich gar keine Religion im klassischen Sinn wollte so mit Riten und Priestern – sondern ihm ging es um eine Lebenseinstellung.

Es ist also immer noch besser, einen Jesus zu verkündigen, der nach bestem Wissen und Gewissen wenigstens schon einmal gewesen sein könnte, als einen, von dem man genau weiß, daß es ihn gar nicht gab. Und diese Verkündigung  ist das Anliegen dieser Website basisreligion! Immerhin haben wir etwa mit der Leben-Jesu-Forschung inzwischen auch schon viel herausbekommen!

 

(Wörterbuch von basisreligion und basisdrama)