AKTUELLES IM ZUSAMMENHANG MIT DER KREISGEMEINSCHAFT BRAUNSBERG (OSTPREUSSEN)

Das Kreistreffen am ersten Oktoberwochenende 2025 in Münster in der Johanniterakademie hat stattgefunden! Leider mit nur wenigen Teilnehmern ...

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VERANSTALTUNGEN

Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung Lüneburg


nächste Veranstaltung:

Stille Jahre in Gertlauken?

 Filmvorführung und Gespräch mit Prof. Margarete Götz über Schule in Ostpreußen im Zweiten Weltkrieg

Einführung: Henriette Piper

 Mittwoch, 22. April 2026 um 18:30 Uhr,  Eintritt: 6,00 €

 Im Jahr 1985 erschienen unter dem Titel „Stille Jahre in Gertlauken. Erinnerungen an Ostpreußen“ Briefe einer jungen Lehrerin aus Köln, die während des Zweiten Weltkriegs mehr als hundert Kinder in einem kleinen ostpreußischen Dorf alleine unterrichtete. Das Buch wurde ein Bestseller. In unserer Veranstaltung wird zunächst eine Dokumentation von Henriette Piper gezeigt, die die Geschichte der Lehrerin und ihrer ostpreußischen Schülerinnen und Schüler in den Jahren 1941-1945 erzählt. Deutschland befand sich selbstverschuldet in einem Krieg, in dem ein geordnetes Schulleben zunehmend unmöglich wurde. Gesellschaft und Schule waren der NS-Ideologie unterworfen. Konnte man unter diesen Bedingungen eine gute Lehrerin sein? Was lernten die Schülerinnen und Schüler tatsächlich? Im Anschluss an die Dokumentation wird Prof. Margarete Götz, eine Expertin für die Schule im Nationalsozialismus, den historischen Kontext erläutern und uns helfen, die Briefe und Zeugenaussagen aus der Perspektive jener Zeit zu verstehen.

 Margarete Götz, geboren 1951 in Wallenfels, ist eine renommierte deutsche Pädagogin und Hochschullehrerin. Von 1998 bis 2017 war sie Lehrstuhlinhaberin für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Universität Würzburg und von 2009 bis 2012 Vizepräsidentin der Universität. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit lag auf der historischen Bildungsforschung im Bereich der Grundschulpädagogik.

 Henriette Piper, geboren 1951 in Kiel, studierte Germanistik und Geschichte in Deutschland und Schweden. Nach einem Stipendium bei der Drehbuchwerkstatt München war sie seit 1992 Drehbuchautorin für Kino und Fernsehen (u.a. „Das fliegende Klassenzimmer“, und „Der Kommissar und das Meer“). 2019 erschien ihr Buch „Der letzte Pfarrer von Königsberg“, die Biographie ihres ostpreußischen Großvaters Hugo Linck. Ihr Dokumentarfilm „Der Segen vom Altenberg“ (2020) erinnert an das segenreiche Wirken der Königsberger Diakonissen auf dem Altenberg bei Wetzlar.

 Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131-759950 oder info@ol-lg.de

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Neue Kabinettausstellung:

Der kleine Herr Jakob – die Bilderwelt des Hans Jürgen Press

28. März 2026 bis 16. August 2026

Ausstellungseröffnung: Freitag, 27. März 2026, 18.30 Uhr, Eintritt frei!


In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans Jürgen Press, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Hans Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er für das „sternchen“, die Kinderbeilage des „stern“. Dort veröffentlichte er zunächst Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der ‚schwarzen hand‘“ – Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“ – eine Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Erstmals werden bislang unveröffentlichte Originalzeichnungen gezeigt, die Einblicke in den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Bildgeschichten geben. Interaktive Elemente erlauben auch, die Rätsel selbst auszuprobieren und zu lösen.

Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einer Begrüßung durch den Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums, Dr. Joachim Mähnert. Danach führt Julian Press in das Werk seines Vaters ein. Die Kuratorin Hannah Janowitz M. A. wird die Ausstellung im Anschluss eröffnen. Musikalisch wird die Vernissage begleitet durch Kristina Mohr (Saxophon).

Weitere Informationen zum vielfältigen Begleitprogramm können der Website des Museums entnommen werden: www.ol-lg.de

Eine Anmeldung für die Veranstaltungen unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

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Kant Museum
Festwoche anlässlich der Eröffnung des Kant-Museums
Do. 12. – So. 15. März 2026, freier Eintritt in das Kant-Museum
Ab dem 12. März 2026 öffnet das neue Kant-Museum seine Türen für die Öffentlichkeit.
Es ist die erste und einzige Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland, die
dem Leben, Werk und der Wirkung von Immanuel Kant gewidmet ist – dem
revolutionären Denker der Aufklärung.
Zur Eröffnung lädt das Kant-Museum vom 12. bis 15. März 2026 zu einer Festwoche ein.
Bei freiem Eintritt erwarten Sie Führungen, Kurzformate, Blicke hinter die Kulissen der
Ausstellung, Gespräche mit den Kuratoren, Gestalterinnen und Architekten und ein
inspirierender Theaterabend.
Nur für die Theateraufführung am Samstagabend ist ein Eintritt zu entrichten und eine
Anmeldung notwendig.
Von Kants Leben, Moral und Erkenntnis bis zu Politik, Frieden und Gegenwart ist alles
dabei: entdecken, mitdenken, weiterfragen – ganz im Sinne der Aufklärung.
Programm:
Do., 12. März 2026
11.00 bis 13.00 Uhr:
Kurator im Museum
14.00 Uhr:
Führung: Wie gestaltet man eine Philosophie-Ausstellung?
Mit Sunder-Plassmann&Werner Szenografie, den Ausstellungsgestalterinnen des Kant-
Museums
16.00 Uhr:
Kurzführung: Kants Leben
Fr., 13. März 2026
11.00 Uhr:
Kurzführung: Erkenntnis und Wissen
Mit Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert
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Donnerstag, 22. Januar 2026, von 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei!
Buchstabenzauber – die Kunst des schönen Schreibens
Kinderclub mit Katja Eichhorn
Was ist der Unterschied zwischen dem Schreiben früher und heute? In diesem
Kinderclub dreht sich alles um die Kunst des schönen Schreibens. Die Kinder erfahren,
wie früher mit Feder und Tinte geschrieben wurde, und erhalten Einblick in die Kunst
der Kalligraphie. Anhand von anschaulichen Beispielen lernen sie, wie aus Buchstaben
kleine Kunstwerke entstehen können.
Anschließend kann selbst mit Stahl- und Gänsefedern geübt werden: Die Kinder können
selbst eine Karte gestalten und diese mit nach Hause nehmen. Ein kreatives Programm
rund um Schrift, Sprache und Gestaltung für alle, die Freude am Schreiben und
Zeichnen haben.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-
Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger
Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.


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Das Ostpreußische Landesmuseum blickt zurück und gibt einen Ausblick auf die große Kant-Eröffnung 2026:

2025 – ein Jahr, in dem sich das Museum mit großer Energie der Fertigstellung seines
großen Kant-Projektes gewidmet hat und zugleich viele Ausstellungen nicht nur in
Lüneburg realisiert hat.

Ganze sieben Wechselausstellungen haben wir realisiert, etwa „Winter in Ostpreußen“,
aber auch zeitgenössische Kunst aus der europäischen Kulturhauptstadt Tartu (früher
Dorpat) oder Fotografien zu Thomas Mann in Nidden vom Königsberger Fotografen Fritz
Krauskopf. Erst hier bei uns, danach in Memel, präsentierten wir eine wunderbare Schau
über den Memeler Maler Walter Mamat, der nach seiner Flucht aus Ostpreußen in
Wittenberg erfolgreich wirkte, nach der Wende zu Unrecht in Vergessenheit geriet. In
eindrucksvollen, gut besuchten Abenden mit Lesungen aus Fluchtberichten und
Erinnerungen erinnerten wir sowohl an 80 Jahre Flucht über das zugefrorene Haff, als
auch an das Massaker von Palmnicken. Mit einer dreiteiligen Reihe von kleinen Videos auf
unserem Youtube-Kanal erinnerten wir zudem an 500 Jahre Preußen – die Huldigung von
Krakau 1525 durch den ersten Herzog von Preußen, Albrecht.

Wir danken für zahlreiche Unterstützung – Geldspenden, aber auch viel Kulturgut,
insbesondere Archivalien, die unser neuer Archivar mit großer Begeisterung
entgegengenommen hat und nun verzeichnet. Gerade für das Archiv haben wir
wunderbare Nachlässe erhalten, die für die Forschung wichtig sind. Aber denken auch
Sie an uns, wenn es um Ihre alten Postkarten, Fotoalben, Familienerinnerungen,
Fluchtberichte u.ä. gilt. So wenig aus Ostpreußen wurde gerettet, sorgen Sie dafür, dass
Ihre Familiengeschichte nicht entsorgt wird, wenn die Erlebnisgeneration abtritt.
Und wie geht es weiter? Das kommende Jahr steht ganz im Zeichen des 1724 in
Königsberg geborenen Philosophen Immanuel Kant. Der „größte Sohn“ Ostpreußens ist
der wichtigste Denker der Moderne und bekommt nun endlich eine eigene
Dauerausstellung. Die Baumaßnahmen werden wir im Dezember 2025 abschließen, dann
wird im Januar die Ausstellung aufgebaut. Im Februar oder März werden wir eröffnen.
Seien Sie gespannt auf einen vielseitigen Blick auf Kant und sein herausragendes
Umfeld, weswegen viele vom „Königsberger Jahrhundert“ reden. In der neuen
Dauerausstellung als ergänzende Abteilung werden wir aber auch seine Philosophie
selbst ausstellen – für Laien verständlich und mit vielen Mitmachmöglichkeiten.
Aber natürlich zeigen wir noch mehr. Ein Höhepunkt wird eine Ausstellung zu einer
weiteren ostpreußischen Berühmtheit sein: Vera von Lehndorff, in Steinort geboren, die
als „Veruschka“ das erste Supermodel wurde und sogar die USA eroberte. Wir widmen
ihr fotografische Performances von Holger Trülzsch – fraglos ein Erlebnis. Von den
großformatigen Bodypainting-Aufnahmen des Models geht es ins Kleinteilige: Mit dem
„Kleinen Herrn Jakob“ widmen wir uns den grafischen Arbeiten von Hans-Jürgen-Press,
1926 im Kreis Lötzen geboren. Und zum Jahresende gibt es eine Ausstellung zum
ebenfalls 1926 geborenen Siegfried Lenz in Kombination mit Volkwin Marg, dem
berühmten, 1936 in Königsberg geborenen Architekten: „Zwei Ostpreußen in
Hamburg“. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!



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Ausstellungen und Veranstaltungen des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung



------------------------------Jahresprogramm / Ausstellungen 2026

 

16.1.2026 – 15.3.2026

Baltische Bildungseinrichtungen

Orte, Akteure und Konzepte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert

Kabinettausstellung

 

1.2.2026 – 12.4.2026

Ferne Weite

Ostpreußische Landschaften in Öl und Patina

Sonderausstellung

 

ca. März 2026

Das Kant-Museum

Die neue Dauerausstellung zu Immanuel Kant

 

27.3.2026 – 16.8.2026

Der kleine Herr Jakob

Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press

Kabinettausstellung

 

24.4.2026 – 18.10.2026

The Seen and Unseen

Die Fotografische Performances von Holger Trülzsch mit Vera von Lehndorff (Veruschka)

Sonderausstellung

 

25.9.2026 – 31.1.2027

„Der Tod ist ständig unter uns“

Die Deportationen nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland

Kabinettausstellung

 

6.11.2026 – 8.11.2026

Museumsmarkt. Tradition trifft Modernes

 

27.11.2026 – 4.4.2027

Siegfried Lenz und Volkwin Marg

Zwei Ostpreußen in Hamburg

Sonderausstellung

 

 

Ausstellungen im Ausland:

19.3.2026 – 31.8.2026, Pranas-Domsaitis galerija, Klaipeda (Litauen)

Richard Pfeiffer (1878 – 1962). Der Meister von Heydekrug