AKTUELLES IM ZUSAMMENHANG MIT DER KREISGEMEINSCHAFT BRAUNSBERG (OSTPREUSSEN)

Das Kreistreffen 2026 wird wieder am ersten Oktoberwochenende, also am 3. und 4. Oktober, in Münster in der Johanniterakademie stattfinden! Der Gastvortrag am Sonntag ist angefragt!

Wir bitten um Ihre Teilnahme!

Der Heimatbrief 2026 ist versendet worden. Wer keinen bekommen hat und einen haben möchte, bitte melden!

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VERANSTALTUNGEN

Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung Lüneburg


nächste Veranstaltungen:

Hinweis: Am 13. 10. 2026 wird im Programmkino Scala in Lüneburg, Apothekenstr. 17, der Film "Chronos - Fluss der Zeit" von Walter Koepp gezeigt. Einführung vom Regisseur, Eintritt 10 €-

A) Ausstellungen – ab März 2026

Das neue Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum

Seit März 2026 zeigt das Kant-Museum die erste Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung. Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber seine Ideen und ihr Einfluss auf unsere heutige Welt.

Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum „Selberdenken" an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.

Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche: Erkenntnis, Moral und Politik – immer mit Bezug zur Gegenwart. Wo sind die Grenzen unserer Erkenntnis und Freiheit im Zeichen von Künstlicher Intelligenz? Bietet der Kategorische Imperativ Antworten auf die Herausforderungen auch künftiger Generationen, etwa im Klimawandel? Welche Ideen von Kant haben sich in Grundgesetz, EU und UNO niedergeschlagen? Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt Kants Denken heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus

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25. April bis 18. Oktober 2026 (Sonderausstellung)
The Seen and the Unseen.
Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)

In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.

Vera Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloss Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“ internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.

Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.

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26. September 2026 bis 28. Februar 2027 (Kabinettausstellung)
„Der Tod ist ständig unter uns“. Die Deportationen nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland

Zwischen dem 27. November 1941 und dem 26. Oktober 1942 ließ das Reichssicherheitshauptamt etwa 25.000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus deutschen Städten sowie Wien und dem Ghetto Theresienstadt nach Riga deportieren. Nur etwa 1.080 Menschen dieser Transporte überlebten Riga und nachfolgende Orte nationalsozialistischer Massenverbrechen. Die Präsentation bettet den Tat- und Erinnerungsort Riga in die Geschichte der Deportationen, die deutsche Besatzungspolitik im „Reichskommissariat Ostland“ und die Geschichte des Holocausts im deutsch besetzten Lettland ein. Sie schließt mit einem Blick auf die Nachkriegsgeschichte in Lettland und Deutschland und legt dort den Fokus auf das Weiterleben von Überlebenden, das Aufarbeiten der NS-Verbrechen und das Erinnern an die Opfer.

Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Es liegt ein gleichnamiger, deutsch-lettischer Begleitkatalog vor.

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B) Veranstaltungen – September 2026

 

C) Oktober 2026

Donnerstag, 1. Oktober 2026 um 18:30 Uhr, Eintritt 6 €

Muttermale

Autorenlesung mit Dagmar Leupold

Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Sie wurde vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren, floh 1945 vor der Roten Armee in den Westen und blieb dort zeitlebens eine Fremde. Fremd blieb sie auch ihrer eigenen Tochter, die sich immer weiter von ihr entfernte, bis ihr die Geschichte der Mutter schließlich unbegreiflich geworden war.

»Muttermale“, 2025 im Verlag Jung und Jung erschienen, ist der Roman einer Annäherung. In immer neuen Anläufen versucht Dagmar Leupold, das Verlorene wiederzugewinnen. Sie greift dazu auf das zurück, was vom Leben der Mutter geblieben ist. Alltagsgegenstände, Gewohnheiten, Fotos, gern gebrauchte Wörter und Sätze: alles, was über die Zeit hinweg von der Mutter zu ihr spricht. Sie lauscht diesem Sprechen, um ihm Geheimnisse und Unausgesprochenes zu entlocken, und findet immer wieder Spuren eines Traumas. „Muttermale“ wurde für den Bayerischen Buchpreis nominiert.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de

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Unsere digitalen Angebote

Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern auf digitalem Weg unsere Ausstellungen und Sammlungen näherbringen. Immer aktuell sind Sie mit unserem Newsletter, der die neuesten Veranstaltungen listet. Auf unserem YouTube-Kanal werden Videos gezeigt, in denen für Ostpreußen und das Baltikum wichtige Bücher, Zeitmarken, Highlights unserer Sammlung oder Ausstellungen vorgestellt werden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, Online-Führungen zu unterschiedlichen Themen zu buchen.

Neuigkeiten und interessante Informationen werden regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram gepostet. In unserem „Blog“, dem Kulturtagebuch, berichten wir über Projekte, Vortragsabende, Tagungen, Ferienprogramme, Studienreisen, Praktika und besondere Sammlungsstücke.

Ein Blick darauf lohnt sich!

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Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung

Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg

Tel. +49 (0)4131 759950

E-Mail: info@ol-lg.de, Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.de

Öffnungszeiten Di – So 10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt: 10,00 €, ermäßigt 6,00 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei!

 

Alle Führungen, auch die Sonntagsführungen, haben eine festgelegte Gruppengröße. Sie sind nur mit Anmeldung über unsere Website oder Tel. 04131 759950 möglich.
Kindergeburtstage können mit max. 12 Kindern und 1-2 erwachsenen Personen durchgeführt werden.



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Das Ostpreußische Landesmuseum blickt zurück und gibt einen Ausblick auf die große Kant-Eröffnung 2026:

2025 – ein Jahr, in dem sich das Museum mit großer Energie der Fertigstellung seines großen Kant-Projektes gewidmet hat und zugleich viele Ausstellungen nicht nur in Lüneburg realisiert hat.

Ganze sieben Wechselausstellungen haben wir realisiert, etwa „Winter in Ostpreußen“, aber auch zeitgenössische Kunst aus der europäischen Kulturhauptstadt Tartu (früher Dorpat) oder Fotografien zu Thomas Mann in Nidden vom Königsberger Fotografen Fritz Krauskopf. Erst hier bei uns, danach in Memel, präsentierten wir eine wunderbare Schau über den Memeler Maler Walter Mamat, der nach seiner Flucht aus Ostpreußen in Wittenberg erfolgreich wirkte, nach der Wende zu Unrecht in Vergessenheit geriet. In eindrucksvollen, gut besuchten Abenden mit Lesungen aus Fluchtberichten und Erinnerungen erinnerten wir sowohl an 80 Jahre Flucht über das zugefrorene Haff, als auch an das Massaker von Palmnicken. Mit einer dreiteiligen Reihe von kleinen Videos auf unserem Youtube-Kanal erinnerten wir zudem an 500 Jahre Preußen – die Huldigung von Krakau 1525 durch den ersten Herzog von Preußen, Albrecht.

Wir danken für zahlreiche Unterstützung – Geldspenden, aber auch viel Kulturgut, insbesondere Archivalien, die unser neuer Archivar mit großer Begeisterung entgegengenommen hat und nun verzeichnet. Gerade für das Archiv haben wir wunderbare Nachlässe erhalten, die für die Forschung wichtig sind. Aber denken auch Sie an uns, wenn es um Ihre alten Postkarten, Fotoalben, Familienerinnerungen, Fluchtberichte u.ä. gilt. So wenig aus Ostpreußen wurde gerettet, sorgen Sie dafür, dass Ihre Familiengeschichte nicht entsorgt wird, wenn die Erlebnisgeneration abtritt.

Und wie geht es weiter? Das kommende Jahr steht ganz im Zeichen des 1724 in Königsberg geborenen Philosophen Immanuel Kant. Der „größte Sohn“ Ostpreußens ist der wichtigste Denker der Moderne und bekommt nun endlich eine eigene Dauerausstellung. Die Baumaßnahmen werden wir im Dezember 2025 abschließen, dann wird im Januar die Ausstellung aufgebaut. Im Februar oder März werden wir eröffnen.

Seien Sie gespannt auf einen vielseitigen Blick auf Kant und sein herausragendes Umfeld, weswegen viele vom „Königsberger Jahrhundert“ reden. In der neuen Dauerausstellung als ergänzende Abteilung werden wir aber auch seine Philosophie selbst ausstellen – für Laien verständlich und mit vielen Mitmachmöglichkeiten.Aber natürlich zeigen wir noch mehr. Ein Höhepunkt wird eine Ausstellung zu einer weiteren ostpreußischen Berühmtheit sein: Vera von Lehndorff, in Steinort geboren, die als „Veruschka“ das erste Supermodel wurde und sogar die USA eroberte. Wir widmen ihr fotografische Performances von Holger Trülzsch – fraglos ein Erlebnis. Von den großformatigen Bodypainting-Aufnahmen des Models geht es ins Kleinteilige:

Mit dem „Kleinen Herrn Jakob“ widmen wir uns den grafischen Arbeiten von Hans-Jürgen-Press, 1926 im Kreis Lötzen geboren. Und zum Jahresende gibt es eine Ausstellung zum ebenfalls 1926 geborenen Siegfried Lenz in Kombination mit Volkwin Marg, dem berühmten, 1936 in Königsberg geborenen Architekten: „Zwei Ostpreußen in Hamburg“. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


www.braunsberg-ostpreussen.de